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SPD und SBD schicken Peter Härterich ins Rennen


Kreis-SPD: Personalwechsel statt großer Politik


Kreis-SPD und Jusos: Schnellstmöglicher Atomausstieg Gebot der Stunde


Hartmut Bräuer Fraktionschef


Jusos zu Beate Merk: "Mehr Sachlichkeit, weniger Emotionen"


SPD-Ortsverein Dittelbrunn verleiht Ehrenmitgliedschaft an Hermann Vogel



SPD und SBD schicken Peter Härterich ins Rennen

"Ideen und Tatkraft für Dittelbrunn"

Peter Härterich

Geschlossen haben die SPD-Ortsvereine der Gemeinde und die Soziale Bürgerliste Dittelbrunn ihren gemeinsamen Kandidaten für das Bürgermeisteramt auf den Schild gehoben. Bei der öffentlichen Aufstellungsversammlung im Hambacher Gasthaus "Goldene Flasche" entfielen alle 27 abgegebenen Stimmen auf den Dittelbrunner Gemeinderat Peter Härterich.

Der 52-jährige ausgebildete Schreinermeister arbeitet als heilpädagogischer Förderlehrer in Oberlauringen. 2008 wurde er auf Anhieb ins Ratsgremium gewählt. Er fungiert dort als gemeindlicher Beauftragter für Energie und Umwelt und hat so die kommunale Energiemesse aus der Taufe gehoben, die nächstes Jahr ihre zweite Auflage erfährt. Er ist Mitglied im Bau-und Liegenschaftsausschuss, ebenso im Rechnungsprüfungsausschuss und im Ausschuss für gemeindliche Bauvorhaben.

Härterich ist verheiratet und lebt mit seiner Familie im Ortsteil Dittelbrunn. Klar formulierte er seinen Anspruch, "mit Ideen und Tatkraft" ein Bürgermeister für die Menschen in allen Gemeindeteilen zu sein. Härterich, der beispielsweise in Jugendarbeit, Kirche und Mitarbeitervertretung vielfältig ehrenamtlich engagiert ist, will als Bürgermeister wichtige Impulse für eine lebenswerte Gemeinde geben und sieht sich dabei als Mann, der nicht aus der Verwaltung kommt, im Vorteil.

Die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger seien ihm durch seine Verwurzelung im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde bestens vertraut, als Bürgermeister will "Ansprechpartner und Partner" sein. Besondere Herausforderungen für die nächsten sechs Jahre sieht Härterich insbesondere in der Schaffung bezahlbaren Baulandes für die Zuzugswillige, dem Erhalt und Ausbau von Betreuungseinrichtungen, des Schulstandortes Dittelbrunn ebenso in der Gewährleistung einer seniorenfreundlichen Umfeldes. Hier will er auch die Schaffung einer Seniorenwohnanlage forcieren. Die begonnenen Anstrengungen für eine Belebung der Ortsmitten sollen fortgesetzt, Umweltschutz und Kultur höherer Stellenwert eingeräumt werden.

Lobende Worte fand der Kandidat für die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, die bestens ausgebildet und motiviert seien. Mit ihnen gemeinsam will er für ein Höchstmaß an Bürgernähe sorgen. Prominente Unterstützung erhielt Härterich durch die Landtagsabgeordnete Sabine Dittmar, die im ihre Unterstützung für die Zeit vor und nach der Wahl zusicherte.

Quelle: Schweinfurter Tagblatt



Kreis-SPD: Personalwechsel statt großer Politik

Einen Generationswechsel in ihrer Führungsriege hat die Kreis-SPD vorgenommen. Im Vorfeld der Landratswahl 2012 und der Kommunalwahl 2014 sind bei der Kreisdelegiertenkonferenz am Freitagabend in Euerbach vier der sieben Posten im geschäftsführenden Vorstand ausgetauscht worden. Mit beeindruckenden 87 Prozent der Stimmen hat sich dabei die Sennfelderin Julia Firmbach als stellvertretende Kreisvorsitzende in eine Führungsposition katapultiert.

Die 24-jährige Kreisrätin folgt damit Gabi Triphan (Gerolzhofen) nach, die sich nicht mehr zur Wahl gestellt hat. Mit dem Votum für Firmbach ist der Plan des umtriebigen Schonunger Ortsvereins gescheitert, mit Marco Maiß (25) eine Nachwuchskraft aus den Reihen des mitgliederstärksten Ortsvereins in die oberste Etage der Kreis-SPD zu hieven. Er bekam nur 18 von 49 Stimmen. Unverändert amtieren Irmgard Pawlak (Geldersheim, 34 Stimmen) und Florian Töpper (Dittelbrunn, 41) als weitere Stellvertreter des Vorsitzenden Peter Pfister (Waigolshausen).

Die Wahl des 59-Jährigen in dessen dritte Amtsperiode an der Spitze der Kreis-SPD war unumstritten: 47 von 48 Delegierten stimmten für den Waigolshausener Bürgermeister, also fast 98 Prozent. Pfister hatte vor der Abstimmung den Delegierten der 27 Ortsvereine gesagt, er habe sich "diesmal noch bereiterklärt", was auf einen mittelfristigen Wechsel schließen lassen könnte. Als "Kronprinz" gilt der 32-jährige Töpper.

Völlig neue Gesichter bekleiden die weiteren Posten im engeren Vorstand: Markus Reimer (Waigolshausen) löst als Kassier das Urgestein Richard Karb (Werneck) ab, als Schriftführer übernimmt Hans-Georg Tegler (Wasserlosen) die Aufgabe von Katrin Treu-Guth (Niederwerrn). Neuer Pressereferent ist Kai Niklaus (Oberlauringen) für Wolf-Dietrich Lang (Niederwerrn). Dass wegen einer Panne die beiden Wahlgänge für die Vorsitzenden wiederholt werden mussten, tat der ansonsten gelösten Stimmung keinen Abbruch.

Angesichts der personellen Neupositionierung traten die aktuellen politischen Themen in den Hintergrund. Nicht einmal die Tatsache, dass die Kreistags-SPD wegen der Energiedebatte eine Sondersitzung gefordert hat, fand Erwähnung. Dennoch formulierte Kreisvorsitzender Pfister in seiner kurzen Ansprache deutliche Worte gegen die Staatsregierung und die Kernkraft: Angesichts zweier Atomkatastrophen binnen 25 Jahren und dem "dreisten" Versprechen, den Atommüll für 100000 Jahre in Sicherheit zu verwahren, gebe es nur die Forderung, die Kernkraftwerke abzuschalten – "nicht nur in Deutschland". Aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtete Arbeitnehmer-Vertreter Hugo Ennemoser (Niederwerrn) das Thema: Er habe den Betriebsratsvorsitzenden des Grafenrheinfelder Atommeilers, Armin Schreiber, zu einem Gespräch über die Folgen einer Stilllegung für die Beschäftigten gebeten; jener habe dies ausgeschlagen mit dem Hinweis, dass er sich keine Gedanken über eine Schließung des Werks mache.

Zur Kritik an der CSU-geführten Landesregierung geriet auch das Referat der Chefin der Schweinfurter SPD, Kathi Petersen, über die Bezirkstagspolitik. Sie forderte beim Thema Inklusion, also der Einbindung Behinderter in Regelschulen, eine Änderung des bayerischen Schulsystems. Zudem müssten sich dann auch die Schulen in der Ausstattung den Förderschulen annähern, mit kleineren Klassen und Sozialpädagogen. Zum Bezirk, in dessen Politik parteipolitische Interessen eher in den Hintergrund treten, sagte sie, dass die SPD einer Absenkung sozialer Standards gemäß einer "Politik nach Kassenlage" widerspreche. Als Erfolg wertete sie, dass in der bezirkseigenen Service-GmbH keine Fachkräfte eingestellt würden; sie würden nach Tarif bezahlt.

Und eher in einem Nebensatz gab Kassier Richard Karb preis, dass die SPD so etwas wie Angriffslust verspürt: "Wir werden sicher einen Kandidaten ins Rennen schicken", äußerte er zur Landratswahl 2012; sechs Jahre zuvor hatten die Sozialdemokraten auf einen eigenen Bewerber verzichtet.

Weitere Wahlergebnisse: Revisoren: Wolf-Dietrich Lang, Jürgen Sander, Inge Schumann; Beisitzer: Uschi Guggenbichler, Anje Ebert, Michaele Munke, Matthias Uhrmann, Elisabeth Bieber, Rainer Patzke, Kai-Holger Luckardt, Helga Fleischer, Sabine Rüppel, Gabi Triphan, Simone Ennemoser, Markus Hümpfer. Arbeitsgemeinschaften: Hugo Ennemoser (Arbeitnehmer), Gabi Sander (60plus), Markus Reimer (Selbstständige), Karla Wiedorfer (Frauen), Julia Firmbach (Jusos).

Quelle: Schweinfurter Tagblatt



Kreis-SPD und Jusos: Schnellstmöglicher Atomausstieg Gebot der Stunde

In einer gemeinsamen Pressemitteilung appellieren der SPD-Kreisverband Schweinfurt-Land und die Jusos im Landkreis an die Bundesregierung, angesichts der dramatischen Ereignisse um die japanischen Atomanlagen zum rot-grünen Ausstiegsplan zurückzukehren. "Wir dürfen das Leid der Menschen in Japan nicht parteipolitisch ausschlachten", so SPD-Kreischef Peter Pfister. Genauso wenig dürfe man aber verkennen, dass die nun zu Tage tretende Unbeherrschbarkeit der Kernenergie in einem hochentwickelten Industriestaat berechtigte Ängste unter den Menschen auch in Deutschland hervorrufe. Pfisters Stellvertreter Florian Töpper unterstreicht, dass sich zum sogenannten "Restrisiko" die noch immer nicht gelöste Endlagerproblematik geselle. Auch die Juso-Kreisvorsitzende Julia Firmbach sieht in der Entwicklung in Asien einen Beleg dafür, dass die unter Rot-Grün eingeleitete Energiewende die gegenüber den Sicherheitsinteressen der Bevölkerung und künftiger Generationen einzig verantwortbare Strategie gewesen ist. "Dass die jetzige Bundesregierung vor der Atom-Lobby eingeknickt ist, wurde auch von vielen Menschen, die den Unionsparteien und der FDP nahestehen, nicht verstanden", betont Firmbach. Jetzt biete sich die Gelegenheit, lagerübergreifend die richtigen Konsequenzen zu ziehen und gemeinsam an einer Zukunft ohne die Hochrisikotechnologie Kernkraft zu arbeiten, so die Sennfelder Kreisrätin. Gemeinsam rufen Pfister und Firmbach die Bürgerinnen und Bürger in der Region dazu auf, sich in den kommenden Wochen an den sich ankündigenden Protestveranstaltungen und Demonstrationen gegen die Kernenergie zu beteiligen.


Hartmut Bräuer Fraktionschef

Sennfeld - Einstimmig hat die neue SPD-Fraktion im Kreistag bei ihrer ersten Zusammenkunft in Sennfeld Hartmut Bräuer zu ihrem Vorsitzenden gewählt.  Gerolzhofens früherer erster Bürgermeister tritt damit im Mai die Nachfolge von Elisabeth Bieber an. Bräuers Stellvertretung übernimmt Florian Töpper (Dittelbrunn). Bräuer und Töpper sollen auch die beiden der SPD zustehenden Sitze im Kreisausschuss einnehmen. Gleichzeitig sprach sich die Fraktion für eine Beibehaltung des Verfahrens nach Hare-Niemeyer bei der Verteilung der Ausschusssitze auf die Fraktionen im Rahmen der konstituierenden Kreistagssitzung am 5. Mai aus. Auf diese Weise werde dem Wählerwillen besser entsprochen als dies bei einer Rückkehr zum Verfahren nach D`Hondt der Fall wäre.


 

Jusos zu Beate Merk:

„Mehr Sachlichkeit, weniger Emotionen“

Landkreis Schweinfurt (pm)   Die Jusos im Landkreis Schweinfurt fordern die CSU auf, in den 2008 anstehenden Wahlkämpfen nicht auf Emotionen, sondern auf Sachlichkeit zu setzen. Der Auftritt von Justizministerin Beate Merk beim Neujahrsempfang der Kreis-CSU in Schwebheim sei ein denkbar schlechter Einstieg in das Wahljahr 2008 gewesen, so Juso-Kreisvorsitzender Jens Karb (Werneck). „Die CSU setzt wie Roland Koch in Hessen bei Thema Jugendkriminalität auf die Angst der Menschen, statt sich den Fakten zu stellen. In der Fachwelt dominiere schließlich die Meinung, dass schärfere Strafen wenig zur Abschreckung beitragen.“ Wichtiger als Strafdrohungen sei ein hoher Verfolgungsdruck, im Vordergrund der Bemühungen der Staatsregierung sollte daher die Verbesserung der personellen Ausstattung der Strafverfolgungsbehörden stehen. Dass eine Justizministerin zudem nicht zum Ziel der Resozialisierung straffälliger Jugendlicher stehe, sei befremdlich. Genauso bedauerlich sei, dass Merk die grausamen Fälle von Kindstötungen populistisch auszuschlachten versuche. Es gelte, mehr Mittel in die Prävention zu stecken, um derartige Familienkatastrophen zu verhindern, betont Karbs Stellvertreterin Julia Firmbach (Sennfeld). Entschieden verwahren sich die Jusos gegen die in Merks Äußerungen mitschwingende Unterstellung, wer die SPD wähle, stimme für Nachsicht mit Gewalttätern.



Hermann Vogel SPD-Ehrenmitglied

Dittelbrunn (pm)   Anlässlich seines 90. Geburtstages ist Hermann Vogel die Ehrenmitgliedschaft des SPD-Ortsvereins Dittelbrunn verliehen worden. In einer kleinen Feierstunde würdigte die Vorstandschaft das Engagement des Jubilars für eine  lebendige Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Vogel gehört der SPD bereits seit 62 Jahren an.

Dittelbrunns Ortsvereinsvorsitzender Rainer Patzke hob die aktive Mitarbeit Vogels in den Parteigremien hervor, noch heute fungiert er als Kassenprüfer. In seinen Dankesworten wies der Geehrte auf die Bedeutung der Parteien für ein funktionierendes Gemeinwesen hin. Er selbst habe während der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten erfahren, welchen Wert die Freiheit habe, zu wählen.


Im Bild (von links): Vorstandsmitglied Matthias Uhrmann, Kreisrat Florian Töpper, der Hambacher SPD-Ortsvorsitzende Thomas Schemm, Hermann Vogel, Rainer Patzke und Vorstandsmitglied Christel Weger. (Foto SPD)